Digitalen Medien gehören zu unserem Alltag, bringen großen nutzen, bergen aber auch Gefahren. Kaum merklich verändern sich unsere Wahrnehmung, Kommunikation und Beziehungen. Oft findet sich aber kein Impuls, kein Anlass und keine Struktur, um eine Änderung im Medienverhalten verbeizuführen.

Fastenzeiten sind Zeiten der Reinigung und der Neuausrichtung. Ich finde, dass wir dann fasten sollten, wenn wir zu viel konsumiert haben – egal wovon. Wenn wir merken, dass es uns nicht gut tut. Ob Essen, Medien, Freunde oder Familie… Denn sich einmal eine Zeit lang nicht mit den Menschen umgeben, die vielleicht ständig um uns herum sind, uns aber manchmal auch Energie rauben ist… In sich hinein hören und dann feststellen, ob mir eine Aktion, ein Treffen, ein Telefonat Energie gibt oder raubt. Das ist einer der Schlüssel zur Intuition. Es ist durchaus erlaubt auf sie zu hören. Sie bietet uns Raum und erlaubt uns wieder aus unserem Sein heraus zu leben und nicht von gesellschaftlichen Zwängen gesteuert zu sein. Dazu gehört auch vielleicht mal nicht per Handy erreichbar zu sein.

Medienfasten kann neue Perspektiven auf den Lebenswandel eröffnen. Probiert es mal aus und schaut wie es euch damit geht. Es ist erschreckend wie oft wir auf’s Handy schauen. Ich bin manchmal ganz froh, wenn ich das Handy Zuhause vergessen habe und da merke ich erst, wie „abhängig“ ich bereits bin. Das hört sich jetzt vielleicht schwarz-malerisch an… So ist es nicht gemeint. Ich mache es mir immer mehr bewusst, dass wir dadurch schnell abgelenkt sind und als erstes zeigen es mir meine Kinder. Wenn ich nicht im Jetzt lebe, dann wird es mir schnell um die Ohren gehauen. Wenn ich mich zu viel damit beschäftige, was noch alles erledigt werden müsste usw., dann werde ich schnell daran erinnert mich doch nur auf das Notwendigste zu konzentrieren. Das ist ziemlich gut. Mir gelingt es auch nicht immer, aber ich mache es mir bewusst. Bewusstmachung ist der erste Schritt zur Veränderung von Manifestiertem.

Ich schaue seit ca. 7 Jahren kein TV mehr. Durch meine Kinder hatte ich keine Zeit mehr, aber auch nicht das Bedürfnis Fernsehen zu schauen. Abends bin ich oft beim ins Bett bringen mit eingeschlafen und tagsüber gibt es andere Tätigkeiten, die erledigt werden wollen. Mittlerweile ist mir meine Zeit zu kostbar geworden um sie mit Fernsehen zu verschwenden. 
Da lese ich eher ein Buch oder bilde mich in den Dingen weiter, die mich interessieren oder beschäftige mich mit Dingen, die mir Freude bereiten. Freude, die anhält. Nein, Fernsehen fehlt mir überhaupt nicht. Im Gegenteil. Ich bin so froh die Kiste nicht mehr anschalten zu müssen. Ich habe kein Verlangen mehr danach. So geht es mir auch mit Kaffee. Aber darüber schreibe ich ein anderes Mal.